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UVV-Prüfung28. Juli 2026 7 Min.

UVV-Prüfung für Flurförderzeuge: Ablauf, Prüfumfang, Fristen & Kosten

UVV-Prüfung für Flurförderzeuge: Ablauf, Prüfumfang, Fristen & Kosten

Rechtsgrundlage: Warum die UVV-Prüfung Pflicht ist

Flurförderzeuge sind Arbeitsmittel. Nach § 14 BetrSichV muss der Arbeitgeber sie wiederkehrend prüfen lassen; DGUV Vorschrift 68 konkretisiert die Prüfung „nach Bedarf, mindestens jedoch einmal jährlich“ durch eine befähigte Person.

Prüfumfang: Das wird kontrolliert

  • Tragwerk & Hubgerüst: Risse, Verformungen, Gabelzinken (Abnutzung max. 10 %), Gabelsicherungen
  • Hydraulik: Leckagen, Schläuche, Zylinder, Senkbremsventil
  • Ketten: Längung, Verschleiß, Schmierung, gleichmäßige Spannung
  • Bremsanlage: Betriebs- und Feststellbremse, Wirksamkeit
  • Lenkung & Fahrwerk: Spiel, Reifen, Räder
  • Elektrik: Batterie, Ladegerät, Kabel, Not-Aus
  • Sicherheitseinrichtungen: Fahrerrückhaltesystem, Hupe, Beleuchtung, Spiegel, Typenschild und Lastdiagramm

Ablauf einer professionellen UVV-Prüfung

  1. Terminabstimmung und Geräteliste (Typ, Seriennummer, Betriebsstunden)
  2. Prüfung am Standort – meist 15–30 Minuten je Gerät, ohne Betriebsunterbrechung
  3. Funktions- und Wirksamkeitsprüfung inkl. Probefahrt
  4. Mängelaufnahme mit Fotodokumentation und Kategorisierung
  5. Prüfplakette am Gerät mit Monat/Jahr der nächsten Prüfung
  6. Digitaler Prüfbericht per E-Mail für deine Dokumentation

Mängelkategorien und ihre Folgen

  • Sicherheitsrelevanter Mangel: sofortige Stilllegung, Gerät darf nicht weiter betrieben werden
  • Erheblicher Mangel: kurzfristige Behebung mit Frist, danach Nachprüfung
  • Geringer Mangel: Behebung im Rahmen der nächsten Wartung

Was kostet eine UVV-Prüfung – und was kostet keine?

Die Prüfkosten pro Gerät sind überschaubar. Teuer wird das Gegenteil: Nach einem Unfall mit ungeprüftem Stapler drohen Regressforderungen der Berufsgenossenschaft, Bußgelder nach § 22 BetrSichV, Kürzung des Versicherungsschutzes und persönliche Haftung der Führungskraft.

Prüfung selbst machen oder machen lassen?

Kleine Fuhrparks fahren mit externer Prüfung meist günstiger und komplett sorgenfrei. Ab etwa acht bis zehn Geräten oder bei mehreren Standorten lohnt sich eine eigene befähigte Person, weil du flexibel und sofort prüfen kannst.

Häufige Fragen (FAQ)

Was passiert, wenn die UVV-Plakette abgelaufen ist?

Das Gerät gilt als nicht geprüft. Bei einem Unfall drohen Regress und Bußgeld – der Stapler ist bis zur Prüfung stillzulegen.

Wie lange dauert die Prüfung pro Stapler?

Erfahrungsgemäß 15–30 Minuten je Gerät, abhängig von Bauart und Zustand.

Zählt die tägliche Einsatzprüfung als UVV-Prüfung?

Nein. Die Einsatzprüfung durch den Fahrer ist täglich zusätzlich Pflicht, ersetzt die jährliche Prüfung aber nicht.

Müssen auch Mietstapler geprüft werden?

Ja – verantwortlich ist der Betreiber. Kläre vertraglich, wer die wiederkehrende Prüfung übernimmt, und lass dir den Nachweis geben.

Wie lange sind Prüfnachweise aufzubewahren?

Mindestens bis zur nächsten Prüfung, praxisüblich und empfohlen ist die Aufbewahrung über die gesamte Nutzungsdauer des Geräts.

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